Ozontherapie

Was ist Ozon?
Ozon ist doch auch giftig - oder?
Aber wie wirkt Ozon beim Menschen?
Wie wird Ozon beim Patienten verabreicht?
Bei welchen Erkrankungen kann die OZON - Therapie helfen?
Gibt es Gegenanzeigen für die Ozontherapie?
Welche Medikamente stören die Ozonbehandlung?
Ozontherapie
Worauf muss ich als Patient achten und wie sieht so eine Behandlung praktisch aus?
Welchen Risiken setze ich mich bei der Ozonbehandlung aus?
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Was ist Ozon?

Das Wort Ozon leitet sich von griechisch Ozein ab, was soviel wie "riechend" bedeutet. Ozon (O3) ist aber nicht nur die "geruchsintensive" Variante des Sauerstoffs (O2), sondern auch seine energiereiche, aktivierte Form.

Durch Energiezufuhr in Form von UV-Strahlung oder elektrischer Entladung entsteht aus Sauerstoff Ozon.

 

Ozon ist doch auch giftig - oder?

Ozon hat viele Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten. Lassen Sie uns einige aufzählen:
  • die Ozonschicht, die unseren Planeten Erde schützend umgibt
  • Ozon als Nachweismöglichkeit für Luftschadstoffbelastungen (z.B. Stickoxyd).
  • Bei direkter Einatmung, d.h. Kontakt zu den Atemwegen wirkt Ozon stark reizend und schädigend für die Lunge, was unbedingt vermieden werden sollte.
  • Ozon ist keimtötend auf Bakterien, Viren, Pilze. Viele von Ihnen dürfen dies wohltuend am eigenen Körper erfahren haben, wenn Sie sich in Schwimmbädern aufhalten, in denen die Reinhaltung des Wassers anstatt mit Chlor mit Hilfe von Sauerstoff-Ozon durchgeführt wird oder die sich aus anderen Gründen mit dem Thema "Trinkwasseraufbereitung" beschäftigen.
  • Ozon im medizinischen Einsatz. Seit mehr als dreißig Jahren bereichert die Ozontherapie die Komplementärmedizin (ergänzende Medizin) bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen und Immundefiziten.
 

Aber wie wirkt Ozon beim Menschen?

Medizinisches Ozon besteht aus 99,9%igem reinen Sauerstoff, der durch Entladungen der Hochspannungsröhren in speziell entwickelten Ozontherapiegeräten entsteht. Ozon ist nachweislich wirksam:

  • gegen Bakterien, Viren und Pilze
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd, verbessert das Sauerstoffangebot in den Organen und Geweben und fördert die Verwertung des Sauerstoffs
  • steigert die Immunabwehr bei niedrigen und mittleren Dosierungen
  • hemmt das Immunsystem bei hohen Dosierungen, was zum Beispiel wichtig ist bei Behandlung von Autoimmunerkrankungen
  • blutstillend bei hohen Dosierungen

 

Wie wird Ozon beim Patienten verabreicht?

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, Ozon zu verabreichen:
  • intramuskuläre Injektion (i.m.)
  • intraartikuläre Injektion (in das Gelenk)
  • vaginale Insufflation (bei Scheidenentzündungen) oder Darminsufflation (bei Darmerkrankungen, zur Immunstimulation) unter Verwendung von dünnen Spezialkathetern
  • Kleine Eigenblutbehandlung (KEB): 5-10ml Venenblut wird mit Ozon vermischt und i.m. zurückgespritzt
  • Große Eigenblutbehandlung (GEB): 60 - 100ml Venenblut wird in einer Vakuumflasche mit fallbezogenen Ozondosierungen durchperlt und anschließend reinfundiert
  • Ozonisiertes Olivenöl (z.B. bei Herpes labialis, Nagelpilzen)
  • externe Ozonbegasung der Haut
  • Ozonwasser
  • OzoPunktur Akupunkturpunkte werden mit Ozon unterspritzt, was zu einer deutlichen Wirkungsverstärkung führt

  
Anwendung von Ozon


Wichtig ist, daß ärztliche Ozonspezialisten je nach Erkrankung und Belastungsfähigkeit des Patienten, die richtige Form und Dosierung der Ozontherapie wählen.

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Bei welchen Erkrankungen kann die OZON - Therapie helfen?

Aus den beschriebenen Wirkungen des medizinischen Ozons ergeben sich auch die Anwendungsmöglichkeiten, die sich seit Jahrzehnten am Patienten bewährt haben. Nachfolgend sollen einige Anwendungsmöglichkeiten bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen aufgeführt werden:

GEB (Große Eigenblutbehandlung):

  • Durchblutungsstörungen (cerebral und peripher), arterielle Verschlusskrankheiten, koronare Herzkrankheit, Morbus Raynaud, Tinnitus u.a.m.
  • Stoffwechselerkrankungen z.B.:
    • Diabetes mellitus besonders im Bereich der Folgeerkrankungen
    • Fettstoffwechselstörungen
    • Gicht
  • Infektanfälligkeit, akute und chronische virale Erkrankungen Hepatitis A, B, C; Herpes simples, Herpes zoster usw.
  • Bluthochdruck
  • Venenerkrankungen
  • Krebsnachbehandlung
  • Umstimmungstherapie
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, MS usw.
  • Migräne
  • Lebererkrankungen
  • Zur Regeneration und Vorbeugung usw.

KEB (Kleine Eigenblutbehandlung):

  • akute Infekte
  • Umstimmungsbehandlung bei Allergien und Asthma bronchiale, Autoimmunkrankheiten, Hauterkrankungen

i.m. (Intramuskuläre Ozonspritzen):

  • Teil der Biologischen Krebsbehandlung
  • Umstimmungsbehandlung

Darminsufflation:

  • Colitis ulcerosa.
  • Proktitis
  • Fisteln
  • Hepatitis
  • Darmsanierung
  • Darmpilzerkrankungen
  • Immunstimulation

Vaginale Insuffluation:

  • Kolpitis (Scheidenentzündung)
  • Fluor genitalis (Ausfluss)

OzoPunktur:

  • Zur Regulationstherapie nach den Kriterien der Traditionellen Chinesischen Medizin.
 

Gibt es Gegenanzeigen für die Ozontherapie?

Eine Ozontherapie ist bei folgenden Erkrankungen nicht möglich:
  • Gerinnungsstörungen, Blutungsneigungen
  • frischer Schlaganfall oder frischer Herzinfarkt
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Alkoholmissbrauch

Welche Medikamente stören die Ozonbehandlung?

  • Kortison
  • Azetylsalizylsäure (z.B. Schmerzmittel, zur Thrombosevorbeugung usw.)
  • Vitamin C, A und E vor der Behandlung
 

Ozontherapie

  • die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • um eine Optimierung der Sauerstoffausnutzung des gesamten Organismus und
  • um eine Beeinflussung der Immunität geht.
Dazu gehören arterielle Durchblutungsstörungen am Herzen genauso wie im Hirn oder in den Beinen, dazu gehören Krankheiten, bei denen man die Abwehrleistungen des Körpers steigern muss, zum Beispiel bei chronischen Infektionen und Krebs, ebenso wie bei Autoimmunkrankheiten, bei denen man mit höheren Ozondosierungen die übersteigerte Immunantwort bremsen sollte. Dazu gehören aber auch die durch zivilisatorischen Stress bedingten Befindlichkeitsstörungen, bei denen es der Ozonbehandlung häufig gelingt, die Zellatmung zu verbessern. Auch bei der Darmsanierung und Mikrobiologischen Therapie zeigt das medizinische Ozon deutlich seine Wirkung. In der vorangegangenen Liste der Anwendungsmöglichkeiten können Sie einige der vielen Erkrankungen sehen, bei denen sich Ozon als hilfreich erwiesen hat.

 

Worauf muss ich als Patient achten und wie sieht so eine Behandlung praktisch aus?

Die Ozontherapien gehören zu den Regulationsbehandlungen. Was bedeutet das? Das beinhaltetet, dass bei dieser Behandlungsform nichts ersetzt wird. Hier wird nicht mit einem Ozon/Sauerstoffgemisch gearbeitet, um den Körper damit "aufzutanken", sondern um einen Stoffwechselprozess als Reizantwort in Gang zu setzen, der die oben genannten positiven Wirkungen zur Folge hat. Um den Körper zu dieser Stoffwechselumstellung zu bewegen, bedarf es, wie bei einem Training, wiederholter Anreize. Bei einer GEB = Großen Eigenblutbehandlung bedeutet das erfahrungsgemäß für den Patienten, dass diese "Ozonkur" 10 Behandlungen über 4-5 Wochen beinhaltet, um ihre volle hämodynamische und immunologische Wirksamkeit entfalten zu können. Daraus folgt, dass diese Therapieform, wie andere auch, Regelmäßigkeit über einen definierten Zeitraum vom Patienten abverlangt. Ist man als Patient bereit, sich dafür die Zeit zu geben, sollte man auch darauf achten, sich nach jeder Behandlung eine Ruhepause zu gönnen und sich nicht gleich danach wieder in die Hektik des Alltags zu stürzen. Teilen Sie vor einer geplanten Ozonbehandlung Ihrem behandelnden Arzt mit, welche Medikamente Sie zur Zeit einnehmen. Direkt vor der Behandlung sollten auch keine Vitaminpräparate eingenommen werden, die die Wirkung des Ozons vermindern könnten. Hinterher kann man dies getrost tun.

 

Welchen Risiken setze ich mich bei der Ozonbehandlung aus?

Die Ozonbehandlungen gehören, richtig und fachkundig angewandt, zu den risikoarmen ärztlichen Behandlungsverfahren. Sicher, es gibt keine ärztliche Handlung, die nicht mit irgendeinem gearteten Risiko behaftet ist. Jede Spritze, jede Arznei, jeder operative Eingriff, jede Akupunktur, jede neutraltherapeutische Injektion usw. birgt wie jede Zigarette, jedes Glas Alkohol, jede Fehlernährung, mangelnde Bewegung, jeder Stress, jedes Umweltgift usw. im täglichen Leben eine mögliche Gefahrenquelle. Entscheidend ist letztendlich, wie überschaubar das Risiko für den Patienten ist. Die Ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie e.V. hat einmal die Zwischenfallquote mit 0,0007% errechnet, d.h. auf 1 Million Ozonbehandlungen kamen 7 Zwischenfälle. Die meisten dieser Zwischenfälle kamen damals bei der direkten Injektion von Ozon in die Vene vor. Da seit Jahren Ozon nicht mehr direkt in die Vene gespritzt wird, sondern durch die Große Eigenblutbehandlung (GEB) ersetzt wurde, sind Zwischenfälle dieser Art kaum zu befürchten.
 
Weitere Informationen finden Sie hier.
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