Neuraltherapie

Was ist die Neuraltherapie?
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Details zur Neuraltherapie

Was ist die Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie wurde ab 1925 von den Brüdern Huneke entwickelt.

Worum geht es?

Head und Mackenzie beobachteten, dass erkrankte Organe immer wieder Reaktionen an der Körperoberfläche hervorrufen. Sie leiteten eine Beziehung zwischen Segmenten der Körperoberfläche und den dazugehörigen Organen ab. Es wurden mindestens 30 verschiedne Segmente beschrieben.

Injektionen von bestimmten Medikamenten - in erster Linie Lokalanästhetika - an entsprechende Hautpunkte können so innere Organe beeinflussen und Störungen unter bestimmten Voraussetzungen beheben.

In erster Linie wird die Neuraltherapie als Schmerztherapie eingesetzt. Aber auch bei entzündlichen Prozessen sind oft deutliche Erfolge zu verzeichnen.

Weitere Infos finden Sie zum Beispiel unter www.nth-huneke.de



Details zur Neuraltherapie:

Mit Neuraltherapie bezeichnet man die Injektion von Lokalanästhetika zu therapeutischen Zwecken. Die Wirkung beruht einerseits auf lokalen Mechanismen aber insbesondere auf Einflussnahme auf übergeordnete Regelkreise. Somit ist die Neuraltherapie nicht nur einfache Lokalanästhesie sondern hauptsächlich eine Regulations- und Umstimmungstherapie, die sich besonders eignet zur Behandlung zahlreicher funktioneller Beschwerden. Sie ist eine risikoarme, leicht und schnell anzuwendende Therapie und lässt sich daher in der ärztlichen Praxis ideal durchführen.

Im Jahre 1905 wurde das erste Lokalanästhetikum, das Procain , als synthetische Substanz auf den Markt gebracht. Die Gebrüder Huneke benutzten dieses zunächst als Heilanästhesie. Aus der raschen Wirkung von Injektionen von Procain in die Armbeuge auf Kopfschmerzen schlossen sie auf einen nervalen Wirkmechanismus über das vegetative Nervensystem. Sie verließen damit die Grenzen der therapeutischen Lokalanästhesie. 1940 entdeckte Ferdinand Huneke das sog. Sekundenphänomen. Er hatte einer Patientin mit Schulterschmerzen erfolglos lokale Infiltrationen mit Procain verabreicht. Im Rahmen dieser Behandlung kam es zum Aufflackern eines alten eitrigen Knocheninfektes im Unterschenkel der Patientin. Huneke infiltrierte daraufhin diesen alten Knocheninfekt mit Procain und schlagartig verschwanden die Schulterschmerzen. Dieser Knocheninfekt war offensichtlich ein sog. Störfeld, welches an einer ganz anderen Stelle des Körpers Symptome verursachte. Er erkannte, dass dieses Phänomen kein Zufall war und erarbeitete als Ergebnis seiner Arbeit drei Leitsätze:

  • Jede chronische Krankheit kann störfeldbedingt sein.
  • Jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden.
  • Die Injektion von Procain in das betreffende Störfeld heilt störfeldbedingte Krankheiten über das Sekundenphänomen.

Inzwischen liegen reiche Erfahrungen über die Neuraltherapie vor, obwohl die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Wirkungen der Neuraltherapie erst wenig bekannt sind. Das Procain wirkt lokal betäubend, dadurch schmerzstillend, aber auch entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Durch die Neuraltherapie mit Procain werden lokale, segmentale und übergeordnete , vegetative Regelkreise angesprochen. Nach dem Modell des vegetativen Grundsystems nach Pischinger und Heine ist das weiche Bindegewebe, welches zwischen den Zellen liegt, das Substrat, an dem die Neuraltherapie über Akupunkturpunkte, Störfelder und Körpersegmente mit den dazugehörigen entsprechenden Organen wirksam wird. Als zentrales Prinzip der Neuraltherapie ist die Wirkung über das vegetative Nervensystem anzusehen. Das obengenannte Sekundenphänomen lässt sich nur über diese Wirkung erklären. Das vegetative Nervensystem ist ein im ganzen Körper vernetztes Informations- und Regulationssystem, welches für alle Lebensfunktionen erforderlich ist. Durch Störfelder im Körper kann es zu Irritationen über das vegetative Nervensystem an weit vom Störfeld entfernten Körperregionen kommen. Durch Ausschalten von Störfeldern mit Procaininjektion kommt es zu einer Entfernung der Irritation.

Ideal geeignet ist die Neuraltherapie zur Behandlung von Schmerzzuständen verschiedener Genese. Hierbei macht man sich die lokale, segmentale und auch die Fernwirkung über Störfeldausschaltung zunutze. Über neuraltherapeutische Injektion an Akupunkturpunkte lassen sich aber auch sämtliche Krankheitsbilder behandeln, die auch der klassischen Akupunktur zugänglich sind. Somit ergibt sich ein weites Feld der Behandlungsmöglichkeit ohne wesentliche Nebenwirkungen. In geübter ärztlicher Hand ist sie somit eine risikoarme, wirksame und breit einzusetzende Methode.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.ignh.de.

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